• Home  / 
  • Erektionsprobleme

Erektionsprobleme

Fast jeder Mann hat im Laufe seines Lebens einmal Erektionsprobleme. Doch wie entsteht diese Potenzstörung und wie können wir für eine harte und langanhaltende Erektion sorgen? 

1. Was passiert bei einer Erektion überhaupt?

Wenn Männer sexuell erregt werden, wirken Hormone, Muskeln, Nerven und Blutgefäße gemeinsam darauf hin, eine Erektion zu erzeugen. Nervensignale, die vom Gehirn zum Penis gesendet werden, regen die Muskeln an, sich zu entspannen. Dies ermöglicht wiederum, dass Blut zum Gewebe im Penis fließt. Sobald das Blut den Penis füllt und eine Erektion erreicht ist, schließen sich die Blutgefäße zum Penis, so dass die Erektion erhalten bleibt. Nach sexueller Erregung öffnen sich die Venen des Penis wieder und das Blut kann zurückfließen.

1.1 Erektionsprobleme

Ab einem bestimmten Punkt im Leben eines Mannes kann es zu Schwierigkeiten kommen, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Erektionsprobleme bestehen, wenn die Erektion nicht fest genug ist, um Geschlechtsverkehr zu haben, oder die Erektion nicht aufrechterhalten werden kann. Bei den meisten Männern tritt dieses Problem gelegentlich auf und ist kein ernstes Problem. Wenn es jedoch innerhalb von einer Viertelstunde nicht möglich ist, eine Erektion zu bekommen, liegen möglicherweise Gesundheitsprobleme vor, die ärztliche Hilfe erfordern. Erektionsprobleme sind auch bekannt als:

  • Erektionsstörung
  • Impotenz
  • Sexuelle Störung
  • Erektile Dysfunktion

2. Was sind die Gründe für eine Erektionsstörung?

Die Ursachen von Erektionsstörungen können physisch, psychisch oder eine Kombination aus beidem sein. Körperliche Ursachen liegen häufig bei älteren Männern vor. Sie treten aufgrund von Erkrankungen auf, welche die Nerven und Blutgefäße beeinflussen, die eine Erektion verursachen.

Körperliche Ursachen für Erektionsprobleme sind:

  • Herzerkrankungen
  • Verhärtung der Artieren
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Fettleibigkeit
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Peyronie-Krankheit
Erektionsstörung
  • Bestimmte Medikamente, wie Diuretika, Betablockern, Muskelrelaxantien oder Antidepressiva
  • Alkoholismus oder Drogenmissbrauch
  • langfristiger Tabakkonsum
  • Trauma oder Verletzung des Rückenmarks oder der Genitalregion
  • angeborene Genitalprobleme
  • Leber- oder Nierenerkrankung
  • Behandlung von Prostataproblemen
Erektionsprobleme können auch auf mentale Probleme zurückzuführen sein. Emotionale Probleme können einen Mann jeden Alters von sexueller Erregung ablenken. Dazu gehören:
  • sich Sorgen machen, eine Erektion nicht erreichen oder aufrechthalten zu können
  • anhaltende emotionale Belastung aufgrund wirtschaftlicher, beruflicher oder sozialer Probleme
  • Beziehungsprobleme
  • Depressionen

3. Erektionsprobleme bei jungen Männern

Erektionsprobleme können auch bei Männern im Alter von 20 bis 30 Jahren auftreten. Die Zahlen deuten darauf hin, dass bei jungen Männern häufiger Probleme auftreten als zuvor angenommen. Das Journal of Sexual Medicine berichtet, dass 26 Prozent der Männer zwischen 17 und 40 Jahren Probleme mit der Erektion haben. Diese Fälle reichen von mäßig bis schwer.

Die Forschung besagt außerdem, dass Erektionsprobleme bei jungen Männern mehr mit ihrem Lebensstil und ihrem psychologischen Gemütszustand als einem körperlichen Problem zu tun haben. Es wurde festgestellt, dass jüngere Männer mehr Tabak, Alkohol und Drogen konsumieren als ältere Männer. Erektionsprobleme bei jungen Männern sind außerdem häufig auf Angstzustände zurückzuführen.

4. Wie werden Erektionsprobleme diagnostiziert?

Um die Ursache Ihrer Erektionsprobleme genau zu ermitteln, kann Ihr Arzt Tests anordnen, die Folgendes umfassen:

  • komplettes Blutbild (CBC), eine Reihe von Blutuntersuchungen, bei denen die Anzahl der roten Blutkörperchen überprüft wird
  • Hormonprofil, das die Geschlechtshormonspiegel (Testosteron und Prolaktin) misst
  • nächtliche Penisschwellung (NPT), welche die Funktion Ihrer Erektion während des Schlafes misst
  • Duplex-Ultraschall, der hochfrequente Schallwellen verwendet, um Körpergewebe zu fotografieren
  • Urinanalyse, die den Protein- und Testosteronspiegel im Urin misst
Sobald Ihr Arzt die Ursache Ihrer Erektionsstörung feststellt, wird er auch eine angemessene Behandlung empfehlen können.
Erektionsprobleme beheben

5. Welche möglichen Komplikationen gibt es?

Die mit einer Erektionsstörung verbundenen Komplikationen sind erheblich und können sich ebenfalls auf Ihre Lebensqualität auswirken. Wenn Sie Erektionsprobleme haben, können Sie auch Folgendes durchleiden:

  • Stress oder Angstzustände
  • Befangenheit
  • geringes Selbstwertgefühl
  • Beziehungsprobleme
  • Unzufriedenheit mit Ihrem Sexualleben

6. Wie kann man Erektionsprobleme behandeln?

Der Schweregrad der Störung wird nach einer Drei-Punkte-Skala bewertet: leicht, mäßig und vollständig. Der erste Schritt bei der Behandlung einer Erektionsstörung besteht darin, festzustellen, wo Sie auf dieser Skala einzuordnen sind. Zusätzlich liegen die Ursachen der Störung typischerweise mindestens in einer oder mehreren Phasen der männlichen Erektion. Dazu gehören: Verlangen, Erregung, Orgasmus und Entspannung. Eine Störung in einem oder mehreren Phasen kann die Ursache des Problems sein.

Die gute Nachricht ist, sobald die Schwere und die Erektionsstörung Ursachen gefunden sind, lässt sich eine Erektionsstörung gut behandeln.
Erektionsprobleme können wie folgt behandelt werden:

  • Medikamente, die in den Penis injiziert werden
  • Medikamente, die in die Harnröhre injiziert werden
  • Oral eingenommene Medikamente
  • Operationen
  • Vakuumpumpen

7. Erektionsprobleme beheben - Veränderung der Lebensstils

Viele der körperlichen Ursachen der Erektionsprobleme hängen mit der Wahl des Lebensstils zusammen. Möglicherweise möchten Sie die folgenden Änderungen überdenken:

  • den Tabakkonsum stoppen
  • weniger Alkohol trinken
  • sich viel Ruhe gönnen
  • gesunde Ernährung
  • regelmäßig Sport treiben
  • Gespräche mit der Partnerin bei sexuellen Problemen.
Wenn Änderungen im Lebensstil dennoch nicht die Symptome reduzieren, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um die Ursache für die Störung zu ermitteln. Ihr Arzt wird Ihren Penis, Rektum und Ihre Prostata, sowie die Funktion Ihres Nervensystems untersuchen. Der Arzt wird Sie außerdem nach aktuellen gesundheitlichen Problemen und dem Beginn der Erektionsprobleme fragen.
Erektionsprobleme beheben


8. Medikamente gegen Erektionsstörungen

Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die bei einer Erektionsstörung Abhilfe verschaffen sollen. Nachdem ein Arzt eine Diagnose stellt, kann er sogenannte PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer) verschreiben. Diese verbessern die Durchblutung und die Sauerstoffzufuhr des Penis, was die Erektionsfähigkeit steigert.

Die wohl bekanntesten PDE-5-Hemmer sind Viagra©, Levitra© und Cialis©. Ihnen wird eine starke Wirkung nachgesagt, jedoch reagiert jeder Mensch anders auf Wirkstoffe von Arzneimitteln und Potenzmittel sind da keine Ausnahme.Nur weil ein Potenzmittel großartige Ergebnisse für den einen Mann liefert, heißt das nicht, dass auch ein anderer Mann seine Erektionsprobleme mit diesem beheben kann.

9. Die besten Hausmittel gegen Erektionsprobleme

Neben einer Veränderung des Lebensstils und Medikamenten und anderen medizinischen Behandlungsmethoden gibt es auch einige Hausmittel gegen Erektionsprobleme. Diese funktionieren jedoch nur, wenn der Potenzstörung keine organische Erkrankung zugrunde liegt.

1. Heimische Kräuter

Es gibt einige Küchenkräuter, die positiven Einfluss auf die Potenz haben können. Diese können täglich als Tee, Tinktur oder Frischsaft zu sich genommen werden. In Südeuropa wird Knoblauch ein potenzsteigernder Effekt nachgesagt. Aber auch Brennnesselsamen wirken einer Erektionsstörung entgegen.

Für einen Brennnesselsamen-Wein benötigen Sie 50 Gramm Samen. Legen Sie diese in eine 0,75 Liter Flasche hochwertigen Weißwein. Verschließen Sie die Flasche wieder und lassen Sie das Kraut drei Wochen lang ziehen. Um einen besonders starken Brennnesselsamen-Wein zu erhalten, sollten Sie die Flasche mehrmals täglich gut schütteln. Geben Sie nach den 3 Wochen noch 100 Gramm kaltgeschleuderten Blütenhonig hinzu. Im Kühlschrank hält sich der Wein ungefähr einen Monat lang.

2. Ginseng-Präparate

Ginseng ist wohl die berühmteste Heilpflanze Chinas. Die chinesischen Männer schwören seit Jahren auf die potenzsteigernde Wirkung. Ginseng-Präparate können in Apotheken oder Reformhäusern erworben werden.

3. Lebensmittel gegen Erektionsprobleme

Eine Studie aus Stockholm hat außerdem ergeben, dass auch einige Lebensmittel die Potenz steigern können. Zu diesen gehören:

  • Meeresfrüchte
  • Hähnchenfleisch
  • Vollkornprodukte
  • Mangos
  • Papayas
  • Melonen
  • Birnen
  • Ananas
Viele Potenzmittel enthalten außerdem Arginin und Zink. Arginin ist Walnüssen enthalten, Zink in Fleisch, Meeresfrüchten und Austern.
Erektionsprobleme mit 30


10. Wie lassen sich Erektionsstörungen vermeiden?

Um eine erektile Dysfunktion zu vermeiden, sollten Sie sich außerdem an einen gesunden Lebensstil halten. dazu gehört auch:

  • Einhalten einer gesunden Ernährung
  • einen ausgeglichenen Lebensstil pflegen
  • regelmäßig trainieren
Erektionsprobleme werden durch fehlenden Blutfluss verursacht. Kreislaufgesundheit wird so zum Schlüssel für die Prävention. Eine übliche Methode zur Verbesserung des Blutflusses ist Sport. Einige Herz-Kreislauf-Übungen umfassen: Laufen, Radfahren, Schwimmen und Aerobic.

Die richtige Ernährung, die Fette, zu viel Zucker und hohen Salzgehalt vermeidet, ist ebenfalls wichtig.

Chronische Krankheiten wie Diabetes oder Herzerkrankungen können Ursache für Erektionsprobleme sein. Eine weitere Ursache können die Ihnen verschriebenen Medikamenten sein. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, um weitere Präventionsmethoden zu erfahren, falls diese Krankheiten vorliegen.

Eine Vorgeschichte von psychischen Problemen oder Problemen mit Alkohol oder Drogen kann eine Behandlung erforderlich machen. Erektionsstörungen sind bekanntermaßen auch ein Produkt von Stress oder psychologischen Problemen.

11. Wann sollte ich zum Arzt?

Wenn Sie Erektionsprobleme entwickeln, die sich im Laufe der Zeit verschlimmern, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Dies sollten Sie auch tun, wenn sich nach einer Verletzung oder einer Prostataoperation Erektionsprobleme entwickeln oder verschlimmern. Das gleiche gilt, wenn bei Ihnen Rückenschmerzen oder Bauchschmerzen auftreten.
Erektionsprobleme beheben

12. Fazit

Es ist wichtig anzumerken, dass Erektionsprobleme bei Männern jeden Alters auftreten können. Mittlerweile gibt es aber wirksame Behandlungsmethoden, sowie Hausmittel gegen Erektionsprobleme, die schnelle Abhilfe leisten können.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn die Erektionsprobleme unnormal häufig auftreten. Ihr Arzt kann Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorstellen.